Wasserkraft tödlicher als Atomkraftwerke?

Der Hoover Dam in Nevada – kann er starken Regenfällen standhalten? Direkt am Ufer befindet sich Boulder City, und nicht weit entfernt Las Vegas.

Wasserkraft soll tödlich sein – zu diesem Schluss kommt ein Bericht über die Staudammkrise in Kalifornien. Es ist noch nicht allzu lange her, dass Staudämme Symbole waren, die für Fortschritt und Wachstum standen, aber auch für Macht. In den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war dies der Fall. Sogar Präsidentschaftskandidaten konnten sie zum Sieg verhelfen. Ähnliche Hoffnungen setzen die Befürworter der erneuerbaren Energien in die Kraft des Wassers. Sie soll dazu beitragen, dass Atomenergie und Kohleenergie abgelöst werden kann. Allerdings ignorierten diese Menschen die Tatsache, dass es keinerlei absolute Sicherheit gebe bei den unterschiedlichen Arten der Energiegewinnung. Jede ziehe demnach Verluste nach sich, so der Bericht.

Tödliche Geschichte der Wasserkraft

Der Bericht stützt sich auf verschiedene Quellen. Demnach sei es so, dass gerade die Krise in Kalifornien in Bezug auf den Staudamm bei Oroville die so tödliche Geschichte der Wasserkraft bei den Menschen wieder in das Bewusstsein gerufen habe. Das gestaute Wasser falle in den Dämmen auf die Turbinen, die dann Generatoren antreiben, diese wandeln dann die Rotationsenergie um in elektrische Energie. Diesen erzeugten Strom benötigten alle Volkswirtschaften. Es sei aber auch so, dass der Boom für die gesamten Staudammprojekte auch von Interessen westlicher Industrien getrieben war. Diese lieferten die riesigen Turbinen und konnten gute Geschäfte machen.

6 Prozent der Energie aus Wasserkraft

In den USA sei es so, dass dort rund 6 Prozent der Energie aus Wasserkraft stammen. Allerdings zeige die Staudammkrise in Kalifornien nun, dass an dieser Energiequelle auch ein sehr großes Risiko gekoppelt sei, das allerdings zum Glück nur selten vorkomme: Zusammenbruch und Überschwemmungen.

Datenanalyse zeigt Risiko

Eine Datenanalyse aus dem Jahr 2011, die von Phil McKenna in New Scientist veröffentlicht wurde, nutzte Daten von verschiedenen Quellen, unter anderem auch der Internationalen Energieagentur. Der Analyse nach ist es so, dass Staudämme zu den weltweit riskantesten Stromquellen zählen könnten. Analysiert wurden durch McKenna unmittelbare und auch spätere Todesfälle die auftraten für 10 Terawattstunden der auf der ganzen Welt erzeugten Energie. Als Vergleich dazu, pro Jahr werden weltweit in etwa 20.000 Terawattstunden produziert.

Der Analyse nach ist es so, dass es bei jeder Form der Energiegewinnung Todesfälle gibt. Zwar führt die Wasserkraft die daraus erstellte Rangliste der tödlichsten Formen der Energiegewinnung nicht an, aber sie liegt auf dem zweiten Platz, direkt hinter der Kohle, die durch Luftverschmutzung viele Todesfälle verursacht. Demnach ist es so, dass Kernenergie die am wenigsten tödliche Energie ist, gefolgt von Erdgas.

Hier eine kleine Liste zu den Todesfällen, jeweils pro 10 Milliarden KWh:

 

Kernenergie: 0,2 bis 1,2 Todesfälle

Erdgas: 0,3 bis 1,6 Todesfälle

Wasserkraft: 1,0 bis 1,6 Todesfälle

Kohle: 2,8 bis 32,7 Todesfälle

 

Dieser Analyse ist zu entnehmen, dass Kernenergie die sicherste Energiequelle zu sein scheint, trotz der vielen Krebstoten, die der Reaktorunfall in Tschernobyl verursacht hat. Diese Daten sind in folgendem Artikel nachzulesen:

https://www.newscientist.com/article/mg20928053.600-fossil-fuels-are-far-deadlier-than-nuclear-power/

Mit mehr Daten ist Wasserkraft die tödlichste Energie

Wenn allerdings die Todesfälle, die durch den Zusammenbruch eines Staudamms in China verursacht wurden, ebenfalls mit in die Analyse mit einbezogen würden sei es gut möglich, dass die Wasserkraft der Kohle den ersten Platz streitig machen würde. Im Jahre 1975 wurde der Staudamm durch einen Taifun zerstört, die darauf flussabwärts laufende Wasserwand zerstörte wiederum weitere Dämme, und insgesamt verloren rund 85.000 Menschen ihr Leben. Würden dann noch spätere Todesfälle hinzugerechnet, wie beispielsweise die Menschen, die an Hochwasserkrankheiten starben, könne diese Zahl durchaus auf 230.000 Menschen steigen.

Würden diese Daten mit aufgenommen in die Analyse, würde die Wasserkraft auf 54,7 Todesfälle kommen – weitaus mehr als die Kohleenergie.

Gleiche Bedrohung – aber wichtiger Unterschied

Zwar sei der zerstörte Staudamm in China 18 Jahre später wieder aufgebaut worden, dennoch hätten die Chinesen aus dieser Tragödie Lehren gezogen, so Dave Mosher von Business Insider Australia. Es gebe einen gravierenden Unterschied zwischen den beiden Ereignissen, in den USA sei man in der Lage gewesen, die betroffenen Menschen in der Region rechtzeitig zu evakuieren.

Quelle: http://ruhrkultour.de/?p=13946

 

Analyse – wurde wirklich alles berücksichtigt?

Diese Analysen basieren auf statistischen Zahlen. Leider ist sehr auffällig, dass dabei so einiges wohl nicht berücksichtigt wird. Sicherlich sind in Tschernobyl beim Reaktorunfall viele Menschen an den direkten Folgen gestorben. Diese Zahlen wurde in die Berechnungen mit einbezogen. Aber wie sieht es aus mit den weiteren Folgen? Das Unglück ist ja nicht auf Tschernobyl beschränkt geblieben, gibt es feste Zahlen zu den Folgen, die das Unglück auf andere Menschen und Tiere in anderen Ländern gehabt hat? Bis heute ist geht von diesem ehemaligen Atomkraftwerk eine Gefahr aus, egal wie dick die Betonschicht auch sein mag, die darüber liegt. Und dass nicht nur ein Staudamm bei zu starkem Regen brechen kann, sondern auch ein Kernkraftwerk einem Tsunami zum Opfer fallen kann, hat Fukushima wohl auch ausreichend klar gemacht. Auch dort sind Menschen direkt oder auch indirekt an der austretenden Strahlung gestorben. Fische wurden verseucht, Menschen, die diese Fische gegessen habe, nahmen damit ebenfalls Strahlung auf und könnten einen Krebstod erlitten haben. Wurden auch alle diese Zahlen in die Statistik mit eingebunden? Es gibt viele Fragen zu dieser Analyse, deren Antworten sicherlich interessant wären. Irgendwie drängt sich bei solchen Tabellen und Statistiken der Eindruck auf, dass durch die Nutzung der richtigen Zahlen genau die Statistiken dabei herauskommen, die man gerne hätte, ohne natürlich irgendetwas unterstellen zu wollen.

 

Lobbyisten und ihre Spenden

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass man mit Geld sehr viel erreichen kann. Nicht umsonst sind viele größere Unternehmen aber auch Privatpersonen oft sehr eifrig dabei, den Parteien dieses Landes mit Spenden unter die Arme zu greifen. Natürlich verfolgen sie damit keinerlei persönliche Interessen und erwarten im Gegenzug dafür natürlich auch nicht, ist ja klar…..

Auf dem ersten Platz der Parteien, die Großspenden erhalten haben, lag im vergangenen Jahr die CDU. Ganze 925.000 Euro wurden gespendet. Auffällig ist, dass der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg sowie Evonik sehr großzügig mit ihren Spenden waren. Auch Andreas Lapp von der Lapp Gruppe, einer der führenden Anbieter von Markenprodukten aus dem Bereich der Kabel- und Verbindungstechnologie, spendete der CDU 150.000 Euro.

Auf dem zweiten Platz konnten sich überraschend die Grünen etablieren. Dabei muss allerdings gesagt werden, dass dies nur durch eine einzelne Spende von Jochen Wermuth zustande kam, der den Grünen ganze 600.000 Euro überwies in zwei Spenden, unter anderem für den Wahlkampf in Baden-Württemberg. Insgesamt verbuchten die Grünen Spenden in Höhe von 710.000 Euro.

Mit einer großzügigen Spende von 350.000 Euro vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Bayern konnte sich die CSU auf den dritten Platz schieben.

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