Energiegenossenschaften: Geschäfte sind nicht mehr so einfach zu erzielen wie früher

Energiewende

Die Vorgaben des Bundes erschweren die Energiewende. Viele Hürden gilt es trotz Förderprogrammen zu nehmen

Erneuerbare Energien – einst ein riesiger Boom, den jeder mitmachen wollte und auch konnte, weil die Möglichkeiten einfach so unglaublich groß waren, beispielsweise durch entsprechende Förderungen. Aber die Zeiten haben sich geändert, das Geschäft mit diesen erneuerbaren Energien ist gar nicht mehr so leicht, sondern sogar viel schwieriger geworden.

 

Energiewende wird ausgebremst

Im März 2011 passierte genau das, was vielen schon immer Angst gemacht hatte, die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Hierzulande wurde schnell reagiert und die Energiewende eingeläutet. Sicherlich ist seitdem auch einiges passiert, nicht zuletzt durch sehr gute Förderprogramme die unter anderem dafür sorgten, dass auf vielen Häusern heute Solaranlagen angebracht sind. Allerdings scheint dies jetzt ins Stocken geraten zu sein. Energiegenossenschaften berichten, dass die Umsetzung der Energiewende immer schwieriger werde.

Probleme durch Vorgaben des Bundes

Es sind die Vorgaben des Bundes die dafür sorgen, dass die Bürgerenergie bereits seit dem Jahr 2014 gebremst wird. Schuld daran sind nicht nur gestutzte Förderungen, sondern auch die vorgeschriebene Direktvermarktung und die Ausschreibungen. Dies sagte Elisabeth Strobel vom Verband der Bürgerenergiegenossenschaften. Sie betonte, dass Vorrang-Regelungen dringend notwendig seien, so hätten kleine Betreiber hier auch wieder Chancen. Zwar sei man in Stuttgart diesen Plänen gegenüber aufgeschlossen, aber davon sei bisher bei der Bundesregierung nichts angekommen.

Riedlingen schreibt Energiewende nicht ab

Gudrun Liebhart, Mitglied des Vorstands Riedlinger Bürgerenergiegenossenschaft, führt aus, dass man als Stadt direkt an der Donau zwar immer gesagt bekomme, man solle doch einfach etwas mit Wasserkraft machen, erläuterte aber auch, dass dies gar nicht so einfach sei. Grund seien die Wasserrechte von den bereits bestehenden Anlagen und auch den Auflagen für den Bau neuer Anlagen. Dort versucht man nun, trotz der Schwierigkeiten mit der Wasserkraft, auf erneuerbare Energien zu setzen, hauptsächlich durch Photovoltaik-Anlagen. Allerdings ist Riedlingen lediglich eine kleine Stadt, und die Anzahl der öffentlichen Gebäude, die dafür genutzt werden können, ist dementsprechend auch nur gering. Dennoch schreibt man dort die Energiewende noch nicht ab und möchte sie keinesfalls durch LED-Straßenlampen oder Öko-Nahwärme ersetzen.

Quelle: http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Geschaeft-mit-erneuerbaren-Energien-ist-schwieriger-geworden;art1158742,3812090


Ausbau erneuerbarer Energien im Koalitionsvertrag von Baden-Württemberg

Das Grün-geführten Umweltministerium von Baden-Württemberg gab dazu bekannt, dass die erneuerbaren Energien Wasser, Solar und Wind besser ausgebaut werden sollen. Dies wurde nun im Koalitionsvertrag festgehalten.

Quelle: http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/So-hat-sich-Gruen-Schwarz-geeinigt-Die-Ministerien-und-ihre-Vorhaben;art4306,3817169


Dokumentation im ZDF

Mit der Energiewende beschäftigt sich auch „ZDFzoom“. Am kommenden Mittwoch, dem 4. Mai 2016, wird dazu im ZDF eine Sendung ausgestrahlt, die sich damit beschäftigt, was denn nun aus der Energiewende geworden ist, und ob sie ausgebremst wird. Hier kommen auch die Bürgergenossenschaften zu Wort. Ein sicherlich sehr interessanter Beitrag, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Mittwoch, 4. Mai 2016, 22.45 Uhr im ZDF

Quelle: http://www.presseportal.de/pm/7840/3316515

 

Bild: © Coloures-pic / Fotolia.com

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