Neue Turbinentechnik in der Wasserkraft ermöglicht den direkten Fischabstieg

WasserkraftanlageAls weiterer Schritt in eine fischfreundliche Zukunft der Wasserkraftnutzung, wurde im bayrischen Sulzberg-Au kürzlich deutschlandweit zum ersten mal die VLH-Turbine in einem Wasserkraftwerk verbaut. Genau genommen gleich zwei Turbinen. VLH steht für „Very-Low-Head„, was soviel wie „sehr niedrig drehender Kopf“ bedeutet.


Sie ist das Ergebnis jahrelanger Forschung und schafft es, das Kraftwerk durch eine sehr niedrige Drehzahl (15 – 20 Drehungen pro Minute) äußerst fischschonend in das Gewässer einzubringen. Fische können die langsam drehende Turbine relativ sicher passieren. Dabei bedeutet eine langsam drehende Turbine nicht unbedingt einen Energieverlust, denn die Energiegewinnung wurde hier keineswegs vernachlässigt. Mit knappen vier Millionen Kilowattstunden können gut 1000 Haushalte mit Ökostrom versorgt werden.

Auch die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf erinnerte an die Bedeutung der Wasserkrafttechnik für die Energiewende und wies auf den regenerativen und emissionsfreien Vorteil der Wasserkraft hin.  Dabei betonte Sie, dass Fischschutz und Wasserkraft kein Widerspruch sind. Das Kraftwerk ist Resultat des im Jahre 2012 angestoßenen 10-Punkte-Plans von Bayern, die Wasserkraftnutzung noch naturverträglicher zu gestalten. Dieser sieht auf die Stärkung der Forschung auf diesem Gebiet vor.  So erforscht die Technische Universität München derzeit innovative Fischökologische Konzepte zur Wasserkraftnutzung. Das Sulzberg-Auer Wasserkraftwerk und seine modernen VLH-Turbinen, sind erstes Ergebnis dieser Kooperation.

QuelleBundesumweltportal

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