Wasserkraft: China tätigt riesige Investitionen in Wind- und Wasserkraft

In der Region Ouarzazate in Marokko entsteht zur Zeit der größte Solarkraft-Komplex der ganzen Welt. Mehr als 2 Millionen Marokkaner sollen damit im Jahr 2018 mit Strom versorgt werden.

In der Region Ouarzazate in Marokko entsteht zur Zeit der größte Solarkraft-Komplex der ganzen Welt. Mehr als 2 Millionen Marokkaner sollen damit im Jahr 2018 mit Strom versorgt werden.

China setzt auf erneuerbare Energien, und auch Marokko macht einen Schritt in die richtige Richtung mit dem Bau des größten Solarkraft-Komplex der ganzen Welt am Rande der Sahara. Damit scheint die Welt auf dem richtigen Weg zu sein wenn es darum geht, den Klimawandel zu bekämpfen. Wäre da nicht noch der designierte US-Präsident Donald Trump, der der Meinung ist, dass es den Klimawandel gar nicht gibt, sondern dies für eine Erfindung der Chinesen hält, um die Wirtschaft Amerikas zu schwächen. Wohlgemerkt der Chinesen, die zu den größten Produzenten von erneuerbaren Energien gehören. Er will alle bisher zum Klimaschutz getroffenen Abkommen sofort rückgängig machen und wieder Kohlekraftwerke fördern. Offensichtlich ein Schritt in die Steinzeit und ein Schlag für das Klima dieser Welt.

China setzt auf erneuerbare Energien

Die Wirtschaft Chinas wächst unaufhörlich, und selbstverständlich benötigt diese stark expandierende Wirtschaft auch immer mehr Energie. Um diesen Bedarf zu decken, hat auch die Regierung Chinas für eine gewisse Zeit neue Kohlekraftwerke gebaut. Aber dann musste das Land doch einen anderen Kurs einschlagen. Verantwortlich dafür ist nicht nur die Angst vor dem Klimawandel sondern auch die Tatsache, dass viele Großstädte in China im Smog versanken. Damit steht China aber nicht alleine da, auch andere Länder mussten auf die harte Art lernen, dass Kohlekraftwerke eine starke Belastung für das Klima darstellen. Weltweit sind immer weniger neue Kernkraftwerke in Planung. Nun wurden seitens der staatlichen National Energy Administration in China die für den Zeitraum von 2016 bis 2020 geplanten Investitionen veröffentlicht. Insgesamt rund 174 Milliarden Dollar sollen in diesem Zeitraum in neue Projekte im Bereich erneuerbare Energien fließen, dabei geht es um Projekte aus den Bereichen Windkraft und Wasserkraft.

Großteil der Investitionen in Windkraftanlagen

China kann im Bereich der Windkraft eine der höchsten Zuwachsraten auf der ganzen Welt verzeichnen, so werden auch mehr als 100 Milliarden Dollar in neue Windkraftanlagen fließen. Geht man einmal rein rechnerisch vor ist es so, dass jede Stunde in China zwei Windräder installiert werden. Im vergangenen Jahr konnte China im Bereich Windkraft eine Kapazität von 145 Gigawatt vorweisen, bis zum Jahr 2020 sollen diese Kapazitäten auf 250 Gigawatt ansteigen. Durch den Bau dieser neuen Anlagen trägt das Land auch zum Klimaschutz bei, denn es wurde seitens der Beamten der Landes ausgerechnet, dass diese neuen Projekte in der Lage sein sollen, insgesamt 380 Millionen Tonnen an CO2 einzusparen. Aber auch die soziale Komponente soll nicht zu kurz kommen, denn es sollen auch 300.000 neue Arbeitsplätze dadurch entstehen.

China investiert auch in Solarkraft – aber auch Atomkraft spielt weiterhin eine Rolle

Wind- und Wasserkraft sind zur Zeit die Hauptbereiche der erneuerbaren Energien in China, aber durch den Bau eines der größten Solarkraftwerke in der Wüste Gobi setzt China auch auf die Solarkraft. Aber auch wenn sich diese Entwicklung sehr gut anhört ist es so, dass auch die Atomkraft weiterhin eine sehr wichtige Rolle spielen wird in China. Auch dort sollen Milliarden investiert werden, um die Atomkraft weiter auszubauen. Kritik muss das Land einstecken dafür, dass diese ganzen neuen Projekte dafür sorgen, dass es teilweise immer wieder zu einer Überlastung der Stromnetze des Landes kommt. Dennoch scheint China auf dem richtigen Weg zu sein.

Quelle: http://www.trendsderzukunft.de/china-investiert-174-milliarden-dollar-in-wind-und-wasserkraft/2016/11/30/


 

Update:

China wird zum Weltmarktführer bei den erneuerbaren Energien

Erneuerbare Energien scheinen in China eine sehr große Rolle zu spielen, denn China investiert nun immer mehr Geld in diese Energien. Durch die steigenden Investitionen im Ausland sichert sich China einen immer größeren Anteil auf diesem Markt. Diese massiven Investitionen im Ausland, die China im vergangenen Jahr getätigt hat, sorgten dafür, dass die Volksrepublik zum Weltmarktführer im Bereich der erneuerbaren Energien aufsteigen konnte. In einem Bericht, der vom Institut für Energiewirtschaft und Finanzanalyse, kurz IEEFA, veröffentlicht wurde heißt es, dass China seine Investitionen im Ausland im Bereich erneuerbare Energien im vergangenen Jahr um 60 Prozent steigern konnte, sie erreichten einen Wert von sagenhaften 32 Milliarden US-Dollar. Von den sechs größten Herstellern von Solarzellen in der Welt gehören fünf bereits China.

China auch bei den Inlandsinvestitionen ganz vorne

Schon zuvor war China ebenfalls Spitzenreiter im der Liste der Länder mit den höchsten Inlandsinvestitionen im Bereich erneuerbare Energien. Der Branchendienst Bloomberg New Energy Finance berichtet, dass China bisher mehr als hundert Milliarden Dollar ausgegeben habe für den Ausbau der Solar- und Windenergie, aber auch für die Wasserkraft und die Branchen, die damit zusammenhängen. Im Vergleich mit den USA schneidet China somit sehr gut ab, denn das Land hat mittlerweile mehr als doppelt so viel in die inländischen Projekte gesteckt als die USA.

Erneuerbare Energien als Jobmotor

Diese Entwicklung hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf die Jobs in dieser Branche. Weltweit arbeiten rund 8,1 Millionen Menschen im Bereich der erneuerbaren Energien. Von diesen Jobs sollen etwa 3,5 Millionen in China geschaffen worden sein, so Schätzungen der Internationalen Energieagentur. China rechnet laut seiner nationalen Energiebehörde bis zum Jahr 2020 mit mindestens 13 Millionen Arbeitsplätzen in der Branche.

Verdienter Weltmarktführer bei den erneuerbaren Energien

Somit hat sich China mittlerweile verdient an die Spitze gesetzt und sich den Namen Weltmarktführer erarbeitet. Daraus ergeben sich klare Vorteile gegenüber den anderen Mitbewerbern. Gerade im Bereich Solarzellen hat China die Nase vorn, denn aufgrund der günstigen Preise dürfte es sehr schwer sein, mit China in diesem Bereich zu konkurrieren.

Quelle: http://www.n-tv.de/wirtschaft/China-steigt-zum-Weltmarktfuehrer-auf-article19496136.html


Auslandsinvestitionen – Einkauf in viele High-Tech-Firmen

Die Investitionen, die China im Ausland in erneuerbare Energien tätigt, sind schon sehr hoch. Allerdings ist es nicht so, dass China in anderen Ländern Wind- oder Solarprojekte ins Leben ruft. Die Investitionen im Ausland bestehen hauptsächlich darin, dass sich chinesische Industriekonzerne in die Branche einkaufen. Dies ist bereits seit vielen Jahren eine gängige Praxis der Industriekonzerne aus China, allerdings liegt der Fokus nun ganz stark auf den erneuerbaren Energien. Aus der Studie der IEEFA geht hervor, dass chinesische Konzerne im Jahr 2016 elf Milliardenbeteiligungen getätigt haben, unter anderem in Europa, Afrika und Südamerika, aber auch in anderen Ländern Asiens. Im Jahr 2015 waren es nur acht Milliardendeals gewesen laut der Studie.

Interesse an deutscher Technologie

Ganz besonders interessant scheint die Technologie aus Deutschland für die Chinesen zu sein. Im vergangenen Jahr wurden gleich zwei große Deals durchgeführt. Im Februar 2016 übernahm die Holding Beijing Enterprises das Unternehmen EEW aus Niedersachsen. Ganze 1,438 Milliarden Euro war den Chinesen dieses Unternehmen wert. EEW wandelt Abfall um in Fernwärme, Strom und auch Prozessdampf. Überbleibsel aus diesem Prozess werden zudem umweltfreundlich entsorgt. Im Juni ging dann die Mehrheit der WindMW GmbH aus Bremerhaven an den Wasserkraftkonzern China Three Gorges. Dieser Konzern zahlte 1,6 Milliarden Dollar für diese Mehrheit. Die WindMW GmbH betreibt den größten Offshore-Windpark in Deutschland, Meerwind. Auch in Brasilien und Pakistan sind chinesische Konzerne sehr aktiv.

China verfolgt genauen Plan

Natürlich engagiert sich China nicht nur aus Sorge um die Umwelt so extrem im Bereich erneuerbare Energien. Viele Millionen Chinesen müssen unter der im Land oft herrschenden Luftverschmutzung leiden. Dies ist einer der Gründe dafür, dass China sich für den Ausbau von emissionsarmen Technologien einsetzt. Aber natürlich erhofft sich das Land auch, ein gutes Geschäft zu machen mit der weltweiten Energiewende.

Quelle: http://ieefa.org/wp-content/uploads/2017/01/Chinas-Global-Renewable-Energy-Expansion_January-2017.pdf

 


Update 08.03.17

Wie bereits berichtet, investiert China massiv in erneuerbare Energien. Eigentlich wird ja Deutschland sehr gerne als Vorreiter bei den erneuerbaren Energien bezeichnet, aber wenn man sich einmal anschaut, was in China gerade im Bereich saubere Energien vor sich geht, scheint Deutschland doch nicht so gut wegzukommen, wie man bisher geglaubt hat. Wie jetzt bekannt wurde, gehen die Veränderungen im Energiebereich wohl gerade in eine neue Runde. Somit ist China auf dem besten Wege, zum weltweiten Vorreiter zu werden, wenn es um saubere Energien geht. Ersichtlich ist dies aus den neuen Daten, die aus China kommen.

Kohle – der ganz große Verlierer in China

Es gibt einen ganz großen Verlierer bei dieser Energiewende in China, und das ist die Kohle. Wie das Umweltministerium in Peking mitteilte, verbrauchte das Land schon das dritte Jahr hintereinander weniger dieses Brennstoffs. Den vorläufigen Zahlen nach ist der Verbrauch an Kohle im letzten Jahr weiter zurückgegangen, und zwar um 4,7 Prozent. Die Menge an Kohle, die somit eingespart worden ist, entspricht noch einiges mehr als dem Bedarf an Kohle, den ganz Großbritannien aufzuweisen hat. Diese Entwicklung ist schon eine kleine Sensation im Energiebereich. Es ist gerade einmal zwei Jahre her, zu diesem Zeitpunkt hatte die Internationale Energie-Agentur erwartet, dass der Verbrauch an Kohle in China bis zum Jahr 2030 unablässig steigen werde. Allerdings ist es auch so, dass China weiterhin der größte Konsument an Kohle ist weltweit. Aber das Land arbeitet stetig an der Entwicklung und setzt immer mehr auf alternative Energiequellen so wie Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie und auch Atomkraft sowie Erdgas. Binnen Jahresfrist sank der Anteil der Kohle am gesamten Energieverbrauch des Landes auf 62 Prozent von zuvor 64 Prozent.

Niedrigeres Wirtschaftswachstum sorgt für weniger Auslastung

China verzeichnete zuletzt ein etwas niedrigeres Wirtschaftswachstum. Dieses führte dann dazu, dass die Kohlekraftwerke nicht so stark ausgelastet sind. Zuletzt verzeichneten die Kraftwerke eine Auslastung von lediglich noch 47,5 Prozent laut dem Institute for Energy Economics and Financial Analysis. Gerade einmal fünf Jahre zuvor seien es noch ganze 79 Prozent gewesen.

Geplante Kraftwerksblöcke werden gestoppt

Dies ist eine Entwicklung, die die Regierung zum Handeln aufforderte. Kurzerhand wurden 100 geplante Kraftwerksblöcke einfach gestoppt. Einige von diesen Blöcken waren nicht nur geplant, sondern befanden sich zu diesem Zeitpunkt schon im Bau. Auch auf den Kohlendioxid-Ausstoß des Landes hat dieser Rückzug von der Nutzung der Kohle schon eine Auswirkung gehabt, schon seit vier Jahren konnte hier kein Wachstum mehr festgestellt werden. In diesem Jahr soll der Kohlendioxid-Ausstoß laut der Prognose der Regierung sogar um ein Prozent zurückgehen.

Energiebedarf wächst weiter

Dass diese Wende im Energiebereich sicherlich dringend notwendig ist zeigen auch die Zahlen zum Energiebedarf des Landes. Dieser wächst unaufhörlich weiter, nur im Stromsektor ist hier ein Wachstum von 5 Prozent zu verzeichnen. Allerdings wird dieser Bedarf nun immer mehr aus sauberen Energien gedeckt. Der Anteil der erneuerbaren Energien im Land konnte um knapp zwei Prozent steigen und beträgt jetzt 19,7 Prozent. Ein großer Teil davon entfällt auf die Wasserkraft, das Land verfügt über teilweise sehr große Wasserkraftwerke.

Wind- und Solarkraft – ebenfalls ein großes Wachstum

Auch wenn der Großteil der erneuerbaren Energien des Landes aus der Wasserkraft kommen, schreitet auch der Ausbau von Windparks und Solarparks recht rasant voran. Im Jahr 2016 konnte eine große Menge an Photovoltaikanlagen ans Netz gehen, die über eine Spitzen-Leistung von rund 35 Gigawatt verfügen. Dies entspricht ungefähr 25 Atomkraftwerken. Gegen diese Leistung hat Deutschland nichts entgegen zu setzen, hier wurden letztes Jahr lediglich Solaranlagen mit rund 1,5 Gigawatt hinzu gebaut.

Gute Aussichten für die Kontrolle des Klimawandels

Lauri Myllyvirta, Kohleexperte bei Greenpeace, ist der Meinung, dass die sinkenden Kohlendioxid-Emissionen in China die Aussichten dafür, den Klimawandel unter Kontrolle zu bringen, absolut revolutioniert hätten. Auch die sinkenden Treibhausgase in den USA tragen dazu bei. Dennoch gebe man bei Greenpeace bisher noch keine Entwarnung was das Weltklima betrifft. Der große Unsicherheitsfaktor sei hier Präsident Trump, der ja öffentlich bekanntgegeben hatte, dass er das Klimaabkommen von Paris als unfair empfindet. Er war ja auch der Meinung, dass der Klimawandel gar nicht stattfindet, sondern lediglich eine Erfindung von den Chinesen sei. Diese Erfindung solle die Industrie der USA schwächen. Im Wahlkampf hatte Trump den Wählern versprochen, der Kohle zu einem Comeback zu verhelfen. Aber dies wäre nicht das erste Versprechen, das er nicht hält, zumal auch noch andere Punkte gegen die Kohlekraft in den USA sprechen. Dort ist es mittlerweile so, dass der Strom aus Kohlekraft weitaus teurer ist als der Strom, der aus Gaskraftwerken oder aus den erneuerbaren Energien kommt. Dem Klima zuliebe wäre es wünschenswert, wenn auch der amerikanische Präsident zu der Einsicht kommen würde, dass Kohlekraft eine veraltete Energie ist, die nicht mehr eingesetzt werden sollte.

Smog treibt die Regierung zu Maßnahmen

China leidet schon seit vielen Jahren unter einem fast schon unerträglichen Smog, der sich sowohl in den Großstädten als auch in den Industrieregionen bemerkbar macht. Dies zwingt die Regierung in Peking dazu, der Kohle den Rücken zu kehren. In China wird auch der Umstieg bei den Autos auf Elektroautos recht gut vorangetrieben, die weitere Nutzung von Kohle kann somit dann als absolut kontraproduktiv bezeichnet werden.

Quelle: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/china-volksrepublik-zieht-energie-revolution-durch-a-1136736.html


Meinungen zum Thema

Wie immer wenn es um die Energiewende geht, gibt es positive und negative Meinungen zum Thema. Hier ein paar Stimmen aus dem Netz:

  • Ein Leser ist der Meinung, dass man sich mit viel Geld ja auch einiges kaufen kann. Und China habe sehr viel Geld, daher müsse man das Geld auch wieder intelligent ausgeben. Dort kaufe man sich statt Banken lieber High-Tech-Unternehmen und Know-how. Er ist der Meinung, dass man dies hierzulande ja auch nicht anders mache.
  • Ein weiterer Kommentator sagt, dass man in Ländern wie China die erneuerbaren Energien als großes Potential sehe und dieses unterstütze. Hierzulande werde die Energiewende seitens der Parteien und der Konzerne schlecht gemacht. Damit verhindere Deutschland seine wirtschaftliche Zukunft.
  • Ein weiterer Leser findet die Investitionen, die China in die erneuerbaren Energien steckt, sehr gut und beispielhaft. Es gebe auch außerhalb von China einen riesigen Nachholbedarf, klotzen und nicht kleckern sei hier die Devise.
  • Einen Leser beschleicht das Gefühl, dass man hierzulande zwar von der Energiewende rede, diese aber lediglich vor sich hin dümpele. Es sei nichts organisiert, und es passiere auch nichts, lediglich die Preise würden steigen. China dagegen würde etwas tun.
  • Ein Kommentar besagt, dass sich diese Meldungen wieder so lesen würden, als ob sich China sein Know-how zusammenkaufe. Er ist der Meinung, dass man dies woanders auch nicht anders mache. Dennoch dürfe man nicht vergessen, dass China wieder ein moderner Staat sei mit sehr fleißigen und klugen Menschen. Diese würden auch eine Menge auf die Beine stellen.

Die Richtung der Meinungen ist recht eindeutig, es gibt die Leser, die der Meinung sind, dass China aktiv etwas unternehme und man sich hierzulande daran ein Beispiel nehmen könnte, und die anderen Leser, die der Meinung sind, dass man mit Geld eben alles machen könnte, ob das im Endeffekt gut sei, lasse man dahingestellt. Eigentlich sollte man froh sein, dass ein Land viel Geld ausgibt, um die Schadstoffbelastung in seinem Land zu senken, letztendlich profitiert davon die ganze Welt, da dies auch Auswirkungen auf den Klimawandel hat.

 


Das größte Solarkraftwerk der Welt – erneuerbare Energien in Marokko

Marokko ist nicht nur der Gastgeber der Weltklimakonferenz, es hat auch ein Projekt, das absolut vorzeigbar ist: Den größten Solarkraft-Komplex der ganzen Welt, der zur Zeit am Rande der Sahara entsteht, genauer gesagt in Ouarzazate. Es handelt sich hier um ein Solarthermie-Kraftwerk, das den Namen Noor trägt. Anders als bei der Photovoltaik ist es bei diesem Kraftwerk so, dass es aus der Sonnenenergie erst einmal Wärme gewinnt. Klimaschützer sind begeistert und hoffen, dass diese Projekt ein Aufbruchssignal für den gesamten Kontinent darstellen könnte.

Ouarzazate – Filmkulisse und Zukunftsprojekt

Auch wenn man mit dem Namen Ouarzazate nicht viel anfangen kann, hat man die Stadt oder die Umgebung vielleicht doch schon einmal gesehen, denn hier wurde nicht nur „Game of Thrones“ gedreht, sondern auch „Star Wars“. Die Stadt ist aber nicht nur eine hervorragende Filmkulisse für Blockbuster, sondern hat auch insgesamt 320 Sonnentage im Jahr zu bieten. Fast nirgendwo auf der Welt scheint die Sonne so viel und auch so kräftig wie hier. Somit ist das Gebiet perfekt geeignet für den Bau eines Solarkraftwerks. Der Kraftwerks-Komplex mit dem Namen Noor wird einer der größten weltweit werden. Auf einer Fläche von etwa 30 Quadratkilometern soll hier problemlos eine Leistung von 580 Megawatt erzeugt werden können.

Neuheit Strom aus Sonnenenergie – Marokko setzt auf erneuerbare Energien

Obwohl das Land die besten Voraussetzungen hat, um Sonnenenergie nutzen zu können, ist die Erzeugung von Strom aus der Sonnenenergie etwas völlig Neues für das Land. Bisher wurden hauptsächlich Öl, Kohle und Gas genutzt, nun aber wurde seitens des Königs Mohammed VI. und der Regierung beschlossen, dass die erneuerbaren Energien recht schnell ausgebaut werden sollen. Dabei setzt das Land auf Ökostrom aus Sonne, Wind und Wasserkraft. Die Ziele des Landes sind sehr ehrgeizig, bis zum Jahr 2030 sollen 52 Prozent erneuerbare Energien erreicht werden. Damit hat Marokko ähnliche Ziele wie Deutschland, hierzulande werden bis 2035 55 bis 60 Prozent anvisiert.

Fertigstellung bis 2018

Insgesamt sind vier Noor-Kraftwerke geplant, eines davon ist sogar bereits am Netz. Die endgültige Fertigstellung soll bis zum Jahr 2018 erfolgen. Insgesamt 2 Millionen Marokkaner sollen dann über die riesigen Spiegel mit Strom versorgt werden. Dafür sind Investitionen von etwa 2,2 Milliarden Euro notwendig. Auch Deutschland ist an der Finanzierung des Projekts beteiligt über die KfW Entwicklungsbank. Im Vordergrund steht bei diesem Zuschuss das Weltklima. Zwar ist es so, dass die Produktion des Stroms in Solarthermie-Kraftwerken teurer ist als Photovoltaik, dennoch sieht Marokko darin seine Zukunft, denn der Strom wird dort gespeichert. Wenn die Sonne untergeht, benötigt das Land am meisten Strom.

Erneuerbare Energien in Afrika

Zwar gibt es einige Hürden für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Afrika, aber generell bergen sie auch sehr große Chancen für den Kontinent. Vor allen Dingen Politiker aus Deutschland hoffen darauf, dass die Länder Afrikas verstärkt auf erneuerbare Energien setzen werden, und noch auf Kohle, Gas und Öl, zum Wohle unseres Planeten.

Quelle: http://www.wetter.de/cms/ouarzazate-das-groesste-solarkraftwerk-der-welt-entsteht-in-marokko-4037122.html

 

Das Video zeigt Details zu diesem riesigen Projekt:

 


Die USA auf dem Weg in die Steinzeit

Nachdem nun sogar Länder auf einem Kontinent, der einige sogenannte Entwicklungsländer aufweist, die Notwendigkeit der Umstellung auf erneuerbare Energien verstanden haben und an der Umsetzung arbeiten, kommt jetzt der zukünftige Präsident einer Weltmacht auf den Plan, und will nicht nur sein Land, sondern auch alle anderen Länder klimatechnisch in die Steinzeit zurückwerfen. Der Klimawandel existiert gar nicht, das ist nur ein Trick der Chinesen, um die amerikanische Wirtschaft zu schwächen, die sich an Regeln und Bestimmungen bezüglich des Klimas halten muss. Das ist die qualifizierte Aussage des Menschen, der in etwas mehr als vier Wochen die Amtsgeschäfte der USA übernehmen wird, Donald Trump. Alle bisher erreichten Klimaabkommen, die Präsident Obama unterzeichnet hat, will Donald Trump gleich am ersten Tag seiner Amtszeit zurücknehmen. Er will wieder auf Kohlekraftwerke setzen, und erfüllt somit den Wunsch einiger seiner Wähler, die ihn nur gewählt haben, um wieder in ihrem geliebten Kohlebergwerk arbeiten zu können, das seit zwanzig Jahren stillliegt.

Pläne sind Gefahr für das Weltklima

Die USA sind einer der größten Produzenten an CO2, somit haben sie einen großen Anteil am Klimawandel. Die bisherigen Bemühungen waren darauf ausgelegt, den CO2-Ausstoß zu verringern und erneuerbare Energien anzuwenden. Trump ist der CO2-Ausstoß vollkommen egal. Das große Problem ist, dass dieser Rückfall in die energetische Steinzeit nicht nur die USA selbst betrifft, die ja nun einmal diesen Präsidenten haben wollten, sondern die ganze Welt. Während in vielen Teilen der Welt auf erneuerbare Energien gesetzt wird, und Milliarden Dollar eingesetzt werden, um entsprechende Kraftwerke zu bauen, machen die USA diese Bemühungen zugunsten des Weltklimas sofort wieder zunichte. Herrn Trump wird dies nicht interessieren, die gravierenden Auswirkungen des Klimawandels, den es ja gar nicht gibt, wird er wahrscheinlich sowieso nicht mehr miterleben, das ist der Lauf der Zeit. Und seine Kinder und Enkelkinder werden sicherlich genug finanzielle Reserven haben, um sich einen schönen Ort irgendwo auf dem Mars oder einem anderen Planeten zu kaufen, wo man dann unbehelligt vom Klimawandel gut leben kann. Die Leidtragenden dieser unqualifizierten Politik eines einzelnen Mannes werden die restlichen Menschen auf der ganzen Welt sein.

Hier gehen die Meinungen sicherlich auseinander, während die einen im zukünftigen Präsidenten eine große Gefahr für das Weltklima sehen, nutzen andere die Berichte darüber, um wieder generelle Diskussionen um den Klimawandel anzuzetteln. Hier einmal ein paar Meinungen der Leser eines Artikels der Zeit, der unter http://www.zeit.de/video/2016-11/5211047976001/donald-trump-ein-klimawandel-skeptiker-im-weissen-haus zu finden ist.

 

Klimawandel Trump 1 Klimawandel Trump 2 Klimawandel Trump

 

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